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    12h Külsheim

    Külsheim stand auf dem Programm und somit einer meiner Saisonhighlights. Das 12h Rennen war für mich dieses Jahr das erste Mal auf dem Plan und ich habe bereits viel gehört von der Strecke. Am Freitag angereist bin ich die Strecke noch mit meiner Frau abgefahren. Sie hielt was sie versprochen hat. 9,5 km und 200hm pro Runde waren zu bewältigen. Darin aber nicht nur Schotter und Asphaltwege sondern größtenteils gefühlt Trails mit Schotterwegen. Dazwischen ab und zu ein paar Wiesenwege mit einem knackigen Anstieg darin. Mein erster Gedanke zur Strecke: "Geil!" Schöne flowige Trails die sich durch den ehemaligen Truppenübungsplatz Kühlsheims schlängelten. Samstag 9 Uhr erfolgte dann der Startschuss. Ich wollte zu Beginn nicht so schnell einsteigen wie beim 6h Breitbrunnen Rennen, wo ich am Ende wirklich total kaputt war. So habe ich mich in Richtung meines Teamkollegen Daniel Bürgin orientiert und bin "gemütlich" mal mitgerollt. Zumal es auch besser war sich auf den hackenden "Krähen" der mit vollgepumpten Testosteron Teamfahrer rauszuhalten. Einer meinte direkt am Start er will mich fast abräumen, worauf ich ausklickend ausbalancieren musste. Naja das Rennen begann mit einer schönen Rundtour durch den TrÜP und ging dann raus auf die eigentliche Strecke. Die ersten zwei Runden bin ich gemeinsam mit Daniel übers Feld gezogen. Kontrolliert habe ich dann diese Runden genutzt um meinen Körper schön warm zu fahren und die Strecke genau zu analysieren. Hier schaute ich nach Bremspunkten, meine Ideallinien, genau definierte Erholungspunkte zum Dehnen und wie ich wo fahren werde. Kleine Geplänkel mit manchen Teamfahrern zu Beginn gab es auch noch kurz. Manche meinen sie müssen einen aus der Ideallinie drücken und zu 100% Windschatten zu lutschen beim Vordermann, welcher großzügig bei mir vorbei gefahren ist. Naja auch solche Lutscher gibt es leider. Kurz mal angeschnauzt bin ich jedoch stur mein Ding nach Leistung weiter gefahren. Ich wusste 12h sind lang und die Wärme wird auch noch ein Thema werden. Auch der Staub war ziemlich anstrengen für die Atmung und ich bin so gefahren das ich größtenteils durch die Nase atmen konnte, was bei mir eigentlich nicht so der Fall ist. Nach 3h war plötzlich Daniel dann komplett weggeplatzt und ist später leider aus dem Rennen ausgestiegen. Kurz hat es mir zu Denken gegeben ob es die Leistung dann für 12h nicht hält bei mir, doch bin ich weiter mein Ding gefahren. Die Mittagshitze ist wie vorausgesagt eingetreten und meine Rundenzeiten sind etwas eingebrochen. Am Wiesenanstieg haben die Zuschauerdamen ründlich die wohlersehnte Kühlung gebracht. Kaltes Wasser über den Rücken und eine Runde später war der getrocknete Einteiler wieder frisch übergossen. Gegen Abend wurden die Temperaturen wieder besser und meine Kartoffelbreisuppe hat mir nochmals neue Kraft gegeben. So ging es in die letzten drei Stunden des Rennens. Dann kamen die Gedanken im Kopf mit nur noch 3 Runden, nur noch zwei und dann endlich die letzte. Doch dann fährt man über die Ziellinie und sieht: 33 Minuten bis Zielschluss. Da kam in mir der Kampfgeist komplett wieder hoch. Rennmodus XCO ging komplett an und ich bin wie ein gestörter über die Strecke geschossen um meine eigene Zeit und die Endzeit zu schlagen. Ohne Gnade den Körper nochmal in das maximale getrieben. Am letzten Wiesenanstieg die Kühlung ausgelassen und konstant hochgedrückt. Ab da wusste ich die Zeit ins Ziel reicht auf alle Fälle, doch ich wollte mehr. Vorletzte Abfahrt nochmal an einem 4er Teamfahrer vorbei der nur meinte: "Was ist bei Dir kaputt?" und rein in die letzte Abfahrt. Im Ziel dann einfach nur noch die Freude und Erleichterung, mit dem kleinen Bonbon der schnellsten Runde meiner gefahrenen 23 Runden. 26:18 Minuten - BAM geil! Dachte ich mir nur. Ab gings zum locker ausfahren zu meiner Frau, die mich 12h perfekt verpflegt hat. Sie bereits schon am Ergebnisse schauen und ruft mir bereits entgegen: Geil! Von Platz 9 noch auf den 7. Platz vorgefahren. Das hat gezeigt ich habe meine Kräfte auf den Punkt eingeteilt und konnte sogar nochmal das Maximale rausholen. "On Point" waren meine Beine fit und ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen. Am Ende waren es 23 Runden, 216 km und 4.600 hm!